Native Instruments MASCHINE

Wenn nun auch etwas eher als gedacht, bin nun glücklicher Besitzer von Native Instruments Maschine – einer Allroundsoftware mit Sampler, Sequencer, seit v1.6 nun auch VST-Anbindung für Effekte und Instrumente, sowie einem eigens auf die Software abgestimmten Hardwarecontroller.

Bereits vor Anschaffung der Audio10 habe ich mir Gedanken über die Maschine gemacht. Aber was sollte ich mit der Maschine ohne gescheite Soundkarte? Als mir dann an meinem Geburtstag meine bessere Hälfte einen Gutschein über eine musikalische Anschaffung meiner Wahl überreichte, war die Sache klar ;) (An dieser Stelle muss ich nochmal loswerden, was für eine tolle Frau ich habe!)

Also das Gerät gleich im Musikladen meines Vertrauens  bestellt und einen Tag später hielt ich sie in meinen Händen. Enthalten waren die Software in der aktuellsten Version, Komplete 7 Elements, USB-Kabel und der Hardware-Midicontroller, der auf den ersten nicht nur gut aussieht, sondern auch perfekt verarbeitet ist.

Etwas nervenzehrend war dann die Installation – die insgesamt >9GB Samples mussten nunmal von den DVDs auf die Festplatte. Hinzu kamen dann noch die aus meiner Kreativzeit 1998 – 2005 erarbeiten 50GB Samples aus Rolands MC 909, der Korgs Electribe SX und dem Virus Access C und diversen Softwaresynthezisern. Nach 2005 habe ich dann nur noch wenig bis gar nichts mehr vernünftiges zusammen gebracht – einmal Hardware immer Hardware. Auch meine diversen Midicontroller konnten keinen richtigen Workflow erzeugen, da immer wieder mit der Maus gearbeitet werden musste.

Doch nun sieht die Sache etwas anders aus. Schon am 2. Abend mit der Maschine hatte ich die elementarsten Funktionen verstanden. Leider hilft das mitgelieferte Manual, welches noch in Version 1.5 bei lag, nur in groben Zügen, da einige Sachen seit 1.6.2 anders zu handhaben sind.

Den Spaß mindert das nicht im geringsten, da bereits mit 4 eingespielten Spuren und einer Hand voll Effekten viel möglich ist. Insgesamt stehen 8 Gruppen mit je 16 Spuren bereit, wodurch sich komplette Livesets zusammen stellen lassen.

Die Patternprogrammierung geht leicht von der Hand. Zusammen mit unterschiedlichen Einstellungen der Gruppen entstehen so genannte Scenes, aus denen sich dann ganze Songs zusammen bauen lassen.

Maschine kann natürlich auch bei jeder anderen Software als Midicontroller verwendet werden. Mit dem passenden Template lassen sich ohne Probleme alle Decks in Traktor Pro 2 steuern, ohne lang selbst herum programmieren zu müssen. Die Steuerung von Live oder ähnliche DAWs ist selbstverständlich auch kein Thema. Einen interessanten Eindruck macht Rewire VST, mit deren Hilfe sich Software wie zum Beispiel Reason über das Rewireprotokoll direkt in die Maschinensoftware integrieren und nahtlos mit dem Controller spielen lässt. Die Lizenz dafür habe ich bekommen und wird heute Abend angetestet…

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